at Wagner Preziosen Berlin Exhibition from 27 April to 10 June 2018 in cooperation with Galerie Katrin Eitner The opening will take place on Friday the 27 of April from 18:00 - 21:30. I will be very pleased to see you on that evening. Wagner Preziosen Berlin, Mommsenstr. 6, 10629 Berlin Opening hours: Monday - Friday 10:30 - 18:00 / Saturday 10:30 - 16:00 / + Sunday, 29 April 2018, 12:00 - 17:00
SCULPTURED TREASURES
bei Wagner Preziosen Berlin Ausstellung vom 27. April bis 10. Juni 2018 in Kooperation mit der Galerie Katrin Eitner
Die Eröffnung findet am Freitag, 27. April von 18:00 - 21:30 Uhr statt. Ich würde mich sehr freuen, Sie an diesem Abend zu sehen.
A little while ago I had a talk with the neo-pointillist painter Gavin Rain about my work. This conversation can be found in my just released leporello book. The accordion book can be ordered via Galerie Katrin Eitner. On my website a German version can be found too.
Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit dem neo-pointillistischen Maler Gavin Rain über meine Arbeit. Es ist in der gerade erschienenen Leporello Publikation zu finden, die über die Galerie Katrin Eitner zu beziehen ist. Auf meiner Webseite ist neben der englischen Version unserer Konversation auch die deutsche zu finden.
Springtime - slowly the sun is returning. The Mediterranean Myths are even more fascinating now. That was reason enough for me to chase a small study of a Gorgos head from a thin copper sheet. However, it may be a good idea to let demons sleep.
Frühling, langsam kehrt die Sonne zurück. Die Mythen des Mittelmeeres sind nun umso anziehender. Das war mir Grund genug, eine kleine Studie der Gorgone in dünnes Kupfer zu ziselieren. Jedoch ist es besser, Dämonen schlafen zu lasssen.
Obwohl ich meine erste Seite, deren Ausführung vor einigen Jahren in den Händen von Jörg Stick lag, sehr lieb gewonnen hatte, war es an der Zeit meine Präsenz an das heutige Internet anzupassen.
Ich möchte Mechthild Flemming und Marcus Herrmann für die Beratung, Gestaltung und sorgfältige Ausführung meiner neuen Webseite danken.
Ich zeige eine Auswahl meiner Arbeiten, die von Zeit zu Zeit aktualisiert wird.
It took almost a year of preparation and planning to get my new website online.
Despite I really liked my first website which was programmed by Jörg Stick, I felt the need to change it to fit it for the present-day internet.
Ich habe mich sehr gefreut, dass meine Arbeiten in der Ecke Galerie in Augsburg Anlass waren, einen kleinen Artikel darüber in der Augsburger Allgemeinen Zeitung (12.04.2013, Seite 35) zu veröffentlichen. Wer also gerade in Augsburg weilt, kann sich das noch bis zum 27.April selber angucken.
I was quite chuffed to see my tiny show at the Ecke Galerie Augsburg was reason enough to write a little article about it. It was published by the Augsburger Allgemeine Zeitung at the 12th of April at page 35. So if you are near Augsburg, you may pop in the Ecke Galerie were my work is on show until the 27th of April.
Oh, schon über ein Jahr seit dem letzten Blog Eintrag.
Ich freue mich, auf eine kleine Ausstellung einiger meiner Arbeiten im Raum Drei der traditionsreichen Augsburger "Ecke Galerie" hinweisen zu können. In den vorderen Räumen werden Drucke brasilianischer Künstler gezeigt. Beides kann von heute an bis zum 27. April in Augsburg genossen werden.
Oh, it has been a while since my last post here. I am pleased to hint on a little exhibition of some of my work in a room at the "Ecke Gallery" at Augsburg. In the other rooms of the gallery you can see prints made by brasilian artists. The exhibition can be seen from to today on until the 27th of April.
Ich freue mich auf meine erste Einzelausstellung "Out Of TheRabbit Hole" vom 3. Februar bis 2. März 2012 hinweisen zu können.
Präsentiert wird sie von der Galerie Froschhammer & Rosenvogel in der Auguststraße 85 Berlin-Mitte. Zur Eröffnung am 3. Februar spricht
Professor Dr. Matthias Eberle.
It will take
place at the Froschhammer & Rosenvogel Gallery (Auguststraße 85,
Berlin-Mitte) from the 3rd February to the 2nd
March 2012.
At the Gallery opening on 3rd February an introduction will be given
by Professor Dr. Matthias Eberle.
I would be pleased to welcome you on this evening.
Unter Bildhauern gab es bis zum Beginn der Postmoderne Mitte des letzten Jahrhunderts einen kuriosen Streit. Steinbildhauer, die den naturgegebenen Block als einzigen künstlerischen Ausgangspunkt gelten lassen wollten, waren in gewisser Weise in Konfrontation zu den Plastikern, deren weiches Medium Ton oder Wachs erst durch den Metallguß an Dauer gewann.
Das bildsame Material schien einigen der Behauenden als unkünstlerisch, da man nicht durch den Widerstand des Materials zur Disziplin angehalten und frivole Formen daraus resultieren würden.Umgekehrt wiesen die Plastiker gerade auf den impulsiven und direkten Umgang mit dem weichen Material hin, der zur „Ursprünglichkeit“ der Gestaltung anhält.
Nicht das ich mich an diesem mühseligen Streit beteiligen wollte, ich möchte auf eine Form der Bildhauerei hinweisen, die meiner Meinung nach vermittelnd zwischen beiden Positionen steht und mit der ich mich in der letzten Zeit beschäftige. Das Treiben in Metall ist sicher eine sehr alte bildhauerische Technik, aber oft wurden die Stücke aus verschiedenen, in Matrizen hergestellten Teilen zusammengesetzt, wie etwa die beeindruckendenErosjuwelen des Hellenismus.
Cellini beschreibt in seinen „trattati dell'oreficeria e della scultura“ das freie Treiben eines einzelnen Metallbleches in die Vollplastik.
Ich finde dieses Modellieren einer dünnen Metallhaut auf Kitt im Vergleich zum Behauen eines Blockes oder dem Formen von Ton sehr schwierig, von den technischen Problemen, die sich auch in der Steinbildhauerei finden einmal abgesehen. Die Schwierigkeit besteht darin, daß man nicht von einem Ausgangsvolumen beginnen kann, wie einem Steinblock oder einem Klumpen Ton. Das Volumen wird sehr langsam wie aus einer Flüssigkeit gehoben, das Metall fließt ja auch tatsächlich. Das gesamte Stück reagiert auf jeden einzelnen Schlag undKorrekturen sind kaum möglich. Cellini, der auf diese Kunst von Meister Caradosso Foppa lernte, erwähnte die großen Herausforderungen dieser Art der Bildhauerei in seiner Biographie.
Darin kann ich den alten Meister nur bestätigen, der Weg zu meiner neuesten Arbeit warschwierig und mit Rückschlägen gepflastert. Im Moment bin ich aber zufrieden mit dem Ergebnis.
Die Löwinnen-Köpfe, die Löwenjungen und die Steinfassungen sind jeweils aus einem Stück Silber heraus getrieben.
Die Augen wurden mit einem Hauch Gold akzentuiert. Die magentafarbenen Antikschliff-Saphire wurden "en recoupé" gefaßt, einer in der Renaissance gebräuchlichen Faßart.
Ich denke, diese Studie in einigen Techniken der Renaissance, ist für mich wieder ein neuer Ausgangspunkt für die Suche nach meinem Ausdruck in diesem Medium.
Until the dawn of post-modernism at the mid of the last century there was a rather strange controversy amongst sculptors. It was a dispute between stone carvers, who were starting their artistic work from a block of stone, at the one hand and sculptors who were using soft media like clay and wax, to be cast in metal on the other hand.This kind of ductile matter was in suspicion to be “not artistic” just because the material lacks of resistance.It would lead the artist to ill-discipline and weak shapes.
In opposite to this sculptors in clay were hinting to the directness and impulsiveness of their approach, leading to a kind of nativeness in art.
So, I don’t want to take part in this kind of old and useless dispute but I want to point out another form of the sculptor’s art. This is the approach I am following lately and which is- in my opinion intermediary between the before mentioned artistic methods.
Chasing metal is a very old technique of the statuary art. But mostly the sculptures were fabricated from pieces hammered into moulds. The Hellenistic Eros jewels are surely the most impressive achievement of this method.
Benvenuto Cellini describes in his famous “trattati dell'oreficeria e della scultura“a method of chasing a single piece of metal into a fully rounded figure in a freestyle manner.
Compared to the carving of a block or shaping a lump of clay I found modelling a wafer thin skin of metal on pitch quite difficult, apart from technical difficulties inherent in the carving of large stone figures.
The hitch is one cannot start with a volume, like a block or a piece of clay. This volume is very slowly raised like it’s emerging out of a liquid – and yes, the metal is actually flowing under the punches. The whole piece reacts on every single stroke. Major corrections are almost not possible.
Cellini, who learned this art from master Caradosso Foppa, mentioned the formidable challenges of this kind of sculpture in his autobiography.
I can only second this old master here, as the path to my latest work was rather difficult and and full of setbacks. But now I am quite pleased by the result.
The heads of the lionesses, the cubs and the stone settings as well are hammered each out of a single piece of silver. The eyes coloured by fusing on a bit of gold. The antique cut pink sapphires were set “en recoupé” which was a style of setting stones in the European Renaissance. I really think this study in some of the techniques of the Renaisance will be a starting point again in my persuit to develop my own voice in this particular medium.
Pünktlich zum Beginn der Sommerwärme hier in Berlin habe ich einen Ohrschmuck fertig gestellt der wohl dazu passt. Gähnende Panther in oxidiertem Silber. Der Titel der Arbeit ist Pasu. Das ist das Sanskrit Wort für „Tiere“
Ihre goldenen, zart emaillierten Zungen sind beweglich und die Augen aus goldfolierten Mandarin – Granaten geformt. Ich beginne mich in einigen Emaille – Techniken sicherer zu fühlen. Die Modulation der Farbe des Glases durch dessen Schichtstärke erstaunt mich immer wieder. Ich glaube, man könnte eine Lebensspanne mit diesem Medium verbringen, ohne es auszuschöpfen – wie bei jeder anderen Disziplin der Malerei.
Just at the beginning of the summer´s heat here in Berlin I finished a pair of earrings which may fit to this.
Yawning panthers rendered in oxidized silver. They are called Pasu, which means “animal” in Sanskrit. Their golden, vitreously enamelled tongues are moveable, and the eyes are made out of gold-foiled mandarin garnets. I am starting to feel a bit more secure in some of the Enamelling techniques. The ability to modulate its colour by its layer thickness is something that amazes me in enamel over and over again. I think one could spend a lifetime exploring this media without reaching an end – as it is in every branch of painting.
Vor einem Jahr lud mich der südafrikanisch-englische Metallkünstler Ford Hallam zu einem dreiwöchigen Arbeitsbesuch nach Kapstadt ein.
Ford Hallam und ich fanden uns über ein Internetforum. Er ist meines Wissens der einzige westliche Künstler, der von der mittlerweile auch in Japan arkanen Goldschmiedetradition (kinko) adoptiert wurde.
Nach mehreren Aufenthalten in Japan restaurierte er jahrelang für bekannte Antiquitätenhändler bevorzugt Metallarbeiten der Meiji Zeit.
Dann zog er sich nach Kapstadt zurück, wo er aufwuchs, um eigene künstlerische Vorhaben umzusetzen.
Seine Webseite gibt kleine Einblicke in sein Handwerk und seine Kunst, auch ein kurzer Dokumentarfilm des Regisseurs Brad Schaffer macht dies anschaulich.
Ich ergriff im November 2007 die seltene Gelegenheit ihn bei einem mehrtägigen Besuch in London zu treffen. Dieses unmittelbare Kennenlernen verstärkte das gegenseitige Interesse. Ich war nach Verlassen der Kunsthochschule auf der Suche nach einer eigenen Formensprache.
Die mit Ford via Skype begonnenen langen Gespräche setzten wir in London und später in Kapstadt fort. Der Wunsch uns wieder persönlich, vielleicht am Arbeitstisch auszutauschen, verstärkte sich im Laufe der Zeit.
Die Diskussionen lenkten interessanterweise dabei meinen Focus weg japanischen Tradition, hin zum ebenso fast in Vergessenheit geratenen vielseitigen künstlerischen Vermächtnis der Metallbearbeitung der europäischen Renaissance. Dieser Wandel erfolgte schrittweise, bei der Verwirklichung meiner Ideen.
Nach einem Besuch bei dem Schmuckkünstler Otto Jakob in Karlsruhe (Otto Jakob Filmbeitrag) ging meine Suche nach mir gemäßen Ausdrucksmöglichkeiten weiter in Richtung der alten europäischen Techniken.
Dennoch blieben natürlich einige klassische japanische Techniken, nicht zuletzt die japanische Ästhetik Bestandteil meiner Arbeit.
Ford Hallam unterrichtet mich in Kapstadt in den Grundzügen klassischer Kinko-Techniken - Kebori, Katakiribori, Hira- und Taka zogan, Nunome Zogan, Uchidashi, Sumitogi und Niage.
Trotz seiner geduldigen, liebevollen Instruktionen und meiner Wissbegierde, mischte sich Frustration in meine positiven Gefühle. Ich hatte einige dieser Techniken im Selbstunterricht nach alten Büchern versucht und mir so natürlich auch falsche Handhabungen eingeprägt.
Neben den physischen Unannehmlichkeiten wie schmerzenden Händen von der ungewohnten Körperhaltung im Umgang mit japanischen Werkzeugen, war es psychisch schwer, den verletzten Stolz zu überwinden.
Überzeugt meine Arbeit auf einem gewissen Niveau zu tun, war ich nun wieder ein Neuling, der förmlich bei Null begann.
Dieser Kampf, „vergiss alles – und fang neu an“, der immer wieder zu führende Kampf mit meinem eigenen Stolz war eine grundlegende Erfahrung in Afrika. Natürlich kannte ich aus der Lehr- und Studienzeit ebenfalls ernüchternde Momente, aber ich war überzeugt, dass ich das gut mache, woran mir wirklich gelegen ist.
Ford erschütterte dieses Selbstvertrauen. Ich orientierte mich neu im Kernbereich meines Wollens.
Mit freundschaftlicher Geduld, gutem Wein, anregenden Gesprächen, wunderbarem Essen, der Kapstädter Boheme, wie dem Maler Gavin Rain, gelang es Ford, meine innere Balance neu zu justieren.
Danke an Ford und an Jo, seine liebe Frau, für eine wundervolle Zeit am Kap der Guten Hoffnung am Ende Afrikas.
One year ago the South African- British metal artist Ford Hallam invited me to live and work with him for three weeks in Cape Town. Ford and I came in contact via an internet forum. As far as I know he is the only western artist who was adopted by the –meanwhile almost arcane – Japanese metalworking tradition (kinko).
After several stays in Japan he has been restoring mainly Meiji metalwork for specialist antique dealers in London for years.
Than he moved back to Cape Town, were he grew up, to work on his own artistic body of work.
His website and a short documentary directed by filmmaker Brad Schaffer are giving some glimpses of his work.
In November 2007 I took the rare chance to meet him in person while he was visiting London for a few days.
This actual contact enhanced the mutual interest. Since I left art school I was in search for my own design language.
We continued our long discussion we had began via Skype in London and later on in Cape Town.
The wish to meet up again in person, maybe at the work bench, consolidated over the time.
Interestingly, our discussions lead my focus away from the Japanese tradition to the artistic legacy of European Renaissance metalwork, a tradition which faded almost into obscurity too. This change occurred gradually while I was materializing my ideas.
After visiting the artist- jeweller Otto Jakob at Karlruhe my search for my own expression continued researching old European techniques.
Nevertheless, some classical Japanese techniques and Japanese aesthetics are still part of my work.
In Cape Town Ford taught me basics of classical kinko techniques – which were Kebori, Katakiribori, Hira- and Taka zogan, Nunome Zogan, Uchidashi, Sumitogi and Niage.
Despite his patient and affectionate instructions and my inquisitiveness a taste of frustration sneaked into my enthusiasm. Before I came to Cape Town I tried some of these techniques from old books and of course I trained myself in a wrong manner.
Beside the physical troubles like hurting hands resulting from the unfamiliar working positions while using Japanese tools, it became a psychological issue to handle my injured pride.
This struggle - “empty your cup and start again”-, which is ongoing for a lifetime, was one of my basic experiences in Africa.
Of course I knew such disillusioning moments during my studies at art school and during my apprenticeship, but these times I was convinced I am doing well what I really want to do.
Ford unsettled this self-confidence. I had to reorganize the core area of my own wanting.
With a lot of amicable patience, good wine, inspiring discussions delicious food and an introduction into the boheme of Cape Town –like the painter Gavin Rain- Ford managed it, to readjust my inner balance.
Many thanks to Ford and to Jo, his lovely wife, for a wonderful time at the Cape of Good Hope at the end of Africa.
Im August des letzten Jahres habe ich hier den Fernsehbeitrag zu meiner Gesellenprüfung (1999) veröffentlicht.
Das dazugehörige Gesellenstück folgt nun.
Es ist ein Anhänger -eine Art Medaillon- mit einem entnehmbaren Yo-Yo.
Das Yo-Yo ist mittels eines Minikugellagers auf der Mittelachse drehbar gelagert, sodaß das Farbspiel der Patina durch die Augen der zieselierten Maske zu sehen ist. Der Griffknebel des Yo-Yos ist die Unwucht im geschlossenen Zustand. Die Mittelachse ist auch der Federmechanismus, der den Bajonettverschluss der Dose einrasten lässt.
Das Stück wurde in 32 Stunden (Standart - Prüfungszeit) angefertigt.
In august of the last year I posted the TV report about my journeyman´s examination (1999).
The pictures of the corresponding journeyman´s piece are following now.
It is pendant - a kind of a locket- with a withdrawable Yo-Yo.
TheYo-Yoisrotatably mountedby means of aminiature ballbearingonthecentral axis. Thus the colours of the Yo-Yos patina are visible through the eyes of the chased mask. The Yo-Yos little toggle works as imbalance when the locked is closed, making the Yo-yo constantly moving.
The central-axis is also the spring mechanism engaging the bayonet lock of the pendant.
The piece was made within 32 hours, which is the standard for jewellers journeymens examinations.
Ich habe mich bisher ein wenig gescheut, diese Arbeit öffentlich vorzustellen,
denn das Stück wurde von einem Film angeregt.
Der Film "The Libertine" (trailer) erzählt die Geschichte der letzten Lebensjahre des Earl of Rochester. Dieser war, verkörpert im Film von Johnny Depp als eine Art barocker Jim Morrison, ein adliger Lebemann und poetischer Pornograph, der Stücke schrieb.
Ich fand die Kombination erotischer Burleske im Barocktheater mit der Idee der Verfeinerung des Empfindens, fast im Oscar Wilde´schen Sinne, faszinierend.
Den Reichsapfel - Symbol des Adels- krönte ich mit einem Kätzchen statt des Kreuzes.
Im Innenleben verborgen befindet sich eine Taschen-Peep-Show...umgeben vom Blumen.
Der Globus, gefertigt aus getriebenen Halbkugeln in Kupfer-Shibuichi-Maze Gane.
Die Bronzekatze, wie auch der kupferne Rand des Verschlussmechanismus sind mit Gold bestäubt.
Die mit geschnittenen Blumen verzierte Bühne ist über ein Kugellager drehbar, sodass die silberne Dame von allen Seiten zu betrachten ist.
Until now, I was a bit reluctant to show this piece. This is probably, because it was inspired by a movie.
The film “The Libertine” tells us the story of the last years of the Earl of Rochester.
He was - given in the movie by Johnny Depp as a kind of baroque Jim Morrison- an aristocratic bon vivant and a poetic pornographer, who has written plays.
I found the combination of erotic burlesque at the theatres of this time together with an idea of refinement – almost in a sense Oscar Wilde had embodied- quite fascinating.
The result was a sovereign’s orb- the symbol of nobility- crowned by a pussy instead of a cross. Hidden in the interior there is a kind of pocket- peep show, surrounded by flowers.
Actually the piece should have been exhibited at the first online exhibition of the “Iron Brush Forum”. For different reasons this exhibition never happened.
The globe was made out of hammered half-balls of copper –shibuichi maze gane. The bronze cat and the copper rim of the locking mechanism were dusted with gold.
The stage which is embellished with engraved flowers can rotate due a tiny ball bearing. This way the little silver lady can be seen from all sides.
Seit längerer Zeit mal wieder ein Eintrag hier in meinem Blog und der erste in 2011.
Frohes Neues Jahr allen, die hier lesen.
Ich möchte eine gerade fertiggestellte Arbeit von mir zeigen.
Es ist meine Interpretation des klassischen Schädelringes.
Trotz gemischter Gefühle gegenüber einem bis an die Kitschgrenze strapazierten Motives, ist der formale Wechsel zwischen glatten Flächen, Ornament und stark strukturiertem Relief ein wirklich spannendes Thema für ein Schmuckstück.
Interessanter Weise ergeben sich meiner Meinung nach wieder Bezüge zwischen der alten Vanitas-Symbolik und neueren gesellschaftlichen Entwicklungen.
Der Ring ist hohlgegossen. Er wurde in klassischer europäischer Manier mit Sticheln graviert und in Champlevé emailliert.
It has been a long time since I wrote an entry into my Blog and it is the first one in 2011 as well.
A Happy New Year for all readers.
I want to show a recently finished work of mine.
It is my interpretation of a classical skull ring. Despite my somewhat mixed emotions towards an almost trite topic which tends to be kitschy, I found the formal aspects like the tension between the large polished shapes, ornament and heavily structured forms a really interesting matter for a piece of jewellery.
Most interestingly, I think lately there are connections again between the old Vanitas motive and contemporary social developments.
The silver jewel was cast hollow. It was engraved by hand using burins in the classical European manner and enamelled in Champlevé style.
Gerade beim Herumstöbern im Netz fand ich ein Stück Musik, welches ich sehr schön fand und das zum Thema dieses Blogs paßt. Ursprünglich veröffentlicht von "Pearls Before Swine" (sic!) wurde das Stück von "This Mortal Coil" 1986 gecovered -
While surfing though the web I just found a piece of music I really like and which I want to share because it fits to this blog too. It was originally published by "Pearls Before Swine" later covered by " This Mortal Coil"
Auf der Geburtstagsfeier Bernd Masches fand sich ein 11 Jahre alter Fernsehbeitrag über mich, den ich selbst schon völlig vergessen hatte.
Der Sender TVB existiert mittlerweile nicht mehr.
Manches wirkt vielleicht doch unfreiwillig komisch.
Trotzdem habe ich hochgeladen und mit (leider holpernden englischen) Untertiteln versehen.
At Bernd Masches birthday party somebody came up with an 11 years old TV report about me which I had already forgotten. Meanwhile the local tv station TVB does not exit anymore.
It might be a bit unintentionally funny.
Nevertheless I uploded it and gave it some (stuttering english) subtitles.
Es ist in den letzten Wochen unglaublich warm hier- für mitteleuropäische Verhältnisse.
So nutze ich den etwas kühleren Morgen, um noch schnell einen neuen Eintrag für diesen Blog zu schreiben.
Ich möchte mein letztes Stück, den Einzel-Ohrring „Buxuna“ vorstellen.
Irgendwie entwickele ich eine Vorliebe für Ohrschmuck, wahrscheinlich, weil ich selber einen Ohrring trage, oder auch, weil Dinge fürs Ohr sehr leicht sein müssen. Darin weichen die Neuen sicherlich von meinen bisherigen Stücken ab. Das Streben nach scheinbarer Gewichtslosigkeit führt – mich zumindest- zur alten Technik des Hohltreibens. In der Renaissance nutzen die Goldschmiede diese Technik vor allem für Hutschmuck- Enseignes. So wandele ich hier auf alten Pfaden und bin mit dem Ergebnis so weit zufrieden.
Die Materialstärke des Silbers lag zu Beginn der Arbeit bei 0,4 mm, die ich, bis auf wenige Stellen recht konstant gehalten habe. Zusammen mit den Rubinen, einem Hauch von Gold sowie etwas Emaille kommt der Ohrring auf etwa 8 Gramm.
In the last few weeks it is incredible hot – for mid-European circumstances. So I am rushing to write a new Blog entry this morning while it is cooler still.
I want to introduce my newest piece, a single earring, called “Buxuna”
Somehow I am developing a fondness for jewels to be worn at the ears, probably because I am wearing an earring too, or because things to be worn there must be very light. This lightness is a difference to my older pieces. This quest for virtual weightlessness leads – me at least – to the old method of chasing in the full round (I am not sure if there is an English expression for this).
During the European Renaissance goldsmiths used this technique to create hat jewels- the so called Enseignes. Now I am strolling on this old path and I am quite pleased with the results so far.
The thickness of the material was .4 mm at the beginning, which I was able to hold almost all over the piece. Together with the rubies, some enamel and a touch of gold it weights 8 Gramme.
Nach zwei Wochen Pause habe ich die Zeit für ein neuen Eintrag.
Ich habe es geschafft, von dieser neuerlichen Arbeit ein Foto zu machen.
Gedacht waren diese „Mushroom Hangers“ – wie ich sie genannt habe, um das Emaillieren von runden Körpern zu üben. Das Semitransparente Türkis und Transparentgrün von Schauer sind hervorragend auf Silber. Bei den warmen Tönen, wie dem Rot führt kein Weg an den Gläsern von Kuyaku oder Ninomiya vorbei.
Die Halbkugeln und deren Ornamente habe ich ziseliert, und mit alten indischen Karneol-Perlen und geschnitzten Pink-Ivory Einsätzen kombiniert.
Manchmal ist es entspannend einfach ein dekoratives Stück zumachen. Das ist vom Gefühl her etwa wie Zeichnen oder Skizzieren. Man lernt, ohne den Anspruch einer „grossen Arbeit“ haben zu müssen und von Zeit zu Zeit kann das Ergebnis recht befriedigend sein.
After a break of two weeks, now I got the time for a new entry. I have managed it to take a picture of this recent work.
These “Mushroom Hangers”- how I call them were thought as a piece to practice enamelling on sculptural forms. The semi-transparent turquoise and the transparent green as well are exellent on silver (both colours by Schauer). When it comes to warm colours there is no way around the enamel of Kuyaku of Ninomiya.
The half-balls and the ornaments on their surface were chased. This was combined with old Indian carnelian beads and carved Pink-Ivory wood insets.
Sometimes, I find it simply relaxing to make a decorative piece. It feels like drawing or sketching . It is a learning experience without having to have the ambition to make a “big piece”. And every so often the result can be quite satisfying.
Einige werden mich schon vom Iron-Brush Forum kennen.
Ich habe diese kleine Nische im Cyberspace eingerichtet, um neben meiner Webseite und Fords Forum in loser Folge einige weitergehende Gedanken mitzuteilen oder um Einblicke in meine Arbeit zu geben.
Ich versuche diesen Blog auf Deutsch und Englisch zu führen. Da mein Englisch, um ehrlich zu sein, wackelig ist, bitte ich Euch über merkwürdige Ausdrücke und Fehler hinwegzusehen oder mir per Kommentar eine Korrektur zu kommen zu lassen. Insgesamt freue ich mich über Kommentare und Rückmeldungen.
Als Starter möchte ich Euch einen neulich fertig gestellten Anhänger zeigen.
Einen Teil der Entstehung des Stückes kann man in Fords Forum verfolgen. Klick hier
Inspiration hierfür waren die großen, tragischen Damen des Ancien Régime, Marie Antoinette oder die Madame du Barry.
Das Köpfchen wurde aus einem einzigen Stück Silber hohl getrieben -eine Technik die seit den Tagen Cellinis eher selten zu sehen ist. Die Haare sind en ronde bosse emailliert. Mund und Augen sind in Maleremaille ausgeführt.
Hallo and welcome.
I am Karl Wunderlich.
Some of you might know me already from the Iron Brush Forum. I have created this little niche in cyberspace to share some thoughts and glimpses into my work beside my website or Fords Forum from time to time.
I will try to write this Blog in German and English. To be honest, my English is a bit shaky. So, I would beg you to condone strange expressions and mistakes or even better, to post a correction in the comments. All in all I would be very pleased about comments and feedback.
As a starter I want to show a recently finished pendant.
A part of the making can be seen on Fords Forum. Click here
The piece was inspired by the tragic gentlewomen of the Ancien Régime, Marie Antoinette or Madame du Barry.
The Head was chased hollow out of a single piece of silver. A technique rather rarely seen since the days of Cellini. The hair was enamelled en ronde bosse. Eyes and mouth were made with painted enamels.